Antibolschewistische Liga

- oder auch die Liga zum Schutz der deutschen Kultur

Die Antibolschewistische Liga wurde später umgetauft in die Liga zum Schutz der deutschen Kultur. Es handelte sich um eine rechtsradikale Organisation, die zur Bekämpfung der Novemberrevolution ins Leben gerufen wurde. Sie war nur sehr kurzlebig.

Gründung durch Eduard Stadtler

Die Antibolschewistische Liga wurde von Eduard Stadtler gegründet und von einigen Großindustriellen finanziert. Der Lehrer Stadtler wurde im ersten Weltkrieg Soldat und geriet während der letzten Kriegsjahre in russische Gefangenschaft. Er war als Nationalist Gegner der Arbeiterbewegung. In der Sozialdemokratie und im Kommunismus sah Stadtler keinen Unterschied. Er sah beides als Verschwörungstheorie und Angriff auf alle Werte der deutschen Nation. Er versuchte sofort nach Kriegsende Führungspersönlichkeiten der deutschen Industrie sowie rechtsgerichtete Parteienvertreter zur Bekämpfung des Bolschewismus für sich zu gewinnen. Das zu Beginn nur schlechte Programm erkannte er früh als nicht ausreichend und suchte daraufhin nach einer Alternative. Eduard Stadtler Mit diesem Foto wurde Eduard Stadtler im Reichstags-Handbuch von 1932 geführt.

Finanzierung durch Großindustrielle

Stadtler propagierte zur Diktatur eines christlich nationalen oder nationalen Sozialismus. Dies sollte vor allem das Privateigentum an Produktionsmitteln vor Enteignungen schützen. Zum anderen sollte diese Zielvorstellung die parlamentarische Demokratie zugunsten einer diktatorischen Regierung abschaffen, um so den Klassen- und Parteienkrieg zu überwinden. Im Jahr 1933 trat Stadtler in die NSDAP ein. Zwei Jahre später veröffentlichte er seine Zielvorstellungen und wies darauf hin, dass Großindustrielle die Absicht hätten eine Antibolschewistische Liga zu finanzieren. Im Jahr 1918 erhielt Stadtler von den Direktoren der Deutschen Bank persönlich fünftausend D-Mark überreicht. Auch aus einem politischen Fonds erhielt er Bargeld. Mit diesem Geld konnte er wenig später ein Sekretariat zur Bekämpfung des Bolschewismus in Berlin eröffnen.

Plakat

Antibolschewistische Liga Das Bild zeigt ein Poster der antibolschewistischen Liga.

Gelder von Großindustriellen machten es möglich, dass die Antibolschewistische Liga ins Leben gerufen werden konnte.